10 Tips für ein professionelles Bewerbungsfoto

10 Tips für ein erfolgreiches Bewerbungsfoto

1.) Warum braucht man ein Bewerbungsfoto – der erste Eindruck zählt

Versetzen Sie sich in die Lage eines Personalverantwortlichen. Durch dessen Hände gehen viele Bewerbungsunterlagen pro Tag. Aber wie macht er sich neben den „technischen Daten“ wie Schule, Beruf und Ausbildung einen ersten persönlichen Eindruck von Ihnen ? – Natürlich mit Ihrem professionell erstellten Bewerbungsfoto – Sehr oft haben Sie es als Bewerber selbst in der Hand, ob die Bewerbung im linken Stapel „zum Vorstellungsgespräch“ – oder in der runden Ablage rechts vom Schreibtisch unter „leider nein“ landet. Eine in Nordrhein- Westfahlen durchgeführte Studie ergab auch, dass 50% der Bewerber mit minderwertigen Bewerbungsfotos im Vorhinein abgewiesen wurden. Achten Sie bei Ihrem Bewerbungsfoto also auf eine professionelle Umsetzung, Infos zu Kleidung, ihrem optimalen Aussehen finden Sie unter den weiteren Punkten.

Wo soll ich das Bewerbungsfoto machen lassen. Zweifelsohne leben wir in einer Zeit, in der das Handyfoto fast überall Einzug gehalten hat. Durch die täglichen Posts in Instagram, Facebook & Co sind Handyfotos allgegenwärtig. Doch ist die Kamera am Mobiltelefon, das geeignete Mittel, um Ihr Bewerbungsfoto zu machen ?

Meiner Meinung nach gibt es drei Erfolgsfaktoren für ein gutes Bewerbungsfoto

  1. Sie fühlen sich in der Umgebung wohl und erhalten Anleitung für ein gutes Posing
  2. Optimale professionelle Ausleuchtung und Hintergrund, sowie richtige Umsetzung mit der Kamera
  3. Nachbearbeitung und Finish des Bildes

Wie in diesen drei Punkten angeführt ist das Wichtigste also das Posing und die geeigneten Lichttechnischen Mittel zur optimalen Lichtsetzung und nicht die Kameratechnik.

Sicher können sie sich auch das Bewerbungsfoto von einem Freund / Bekannten machen lassen, doch hier sieht man sicher auch den Unterschied von der Erfahrung in der Lichtsetzung und den Möglichkeiten im Fotostudio. Ein 700 EUR Blitzgerät mit großen Lichtformern bringt eben mehr als der Aufsteckblitz mit vier 1,5 Volt Mignon Zellen.

Vorteile Bewerbungsfoto mit Mobiltelefon
 
+             Meist überall zur Hand und rasch umzusetzen
+             kostengünstiger umzusetzen

Vorteil Bewerbungsfoto im Studio

+ Die Location mit neutralem Hintergrund
+ Perfekte Ausleuchtung mit mehreren Blitzgeräten und Lichtformern
+ Geeignete Wahl des Bildwinkels durch Wahl des richtigen Objektivs
+ Steuerung der Blitzgeräte über die Kamera
+ Aufnahmeformat im digitalen Negativformat
+ Spätere Bildbearbeitung
+ Bessere Auflösung auch von nachträglichen Ausschnitten

Sie sehen, dass also bei dieser Gegenüberstellung das Bewerbungsfoto vom Profifotografen mit 7:2 vorne liegt

2.) Wieviel kostet ein Bewerbungsfoto – hier sollten Sie nicht sparen

Ein professionelles Bewerbungsfoto ist eine Investition in Ihre berufliche Zukunft!
Sie haben viele Jahre in Ihre Schulbildung, womöglich ein Studium, oder eine einschlägige Berufsausbildung viel Zeit investiert. Daher sollen Sie auch in ein professionelles Bewerbungsfoto investieren, um Ihren Wunschjob zu bekommen. Wenn Sie aufgrund des besseren Bewerbungsfotos zum Zug kommen, kann sich das Bewerbungsshooting schon innerhalb weniger Tage amortisieren.
Weiters lesen Sie bitte meinen Blogeintrag bezüglich Absetzung der Bewerbungskosten im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung als Werbungskosten.

Die Kosten für das Bewerbungsshooting starten bei Markus Nitsche Fotografie in der Basisvariante beträgt EUR 75.- (Basispaket – Beratung, Fotoshooting, ein retuschiertes Bild digital )
Für Ihre Bewerbung würde ich Ihnen aber mindestens zwei Bilder empfehlen. Eines als Querformat für das Deckblatt (Querformat oder quadratsich), sowie direkt am Lebenslauf (Hochformat oder quadratisch). Schauen sie sich bitte dazu auch meine Preisliste an.

3.) Was soll ich beim Bewerbungsfotshooting anziehen ?

Diese Frage lässt sich generell nicht für alle gleich beantworten, sondern von Ihnen und ihrem gewünschten Job, der Branche sowie der angestrebten Position in erster Linie abhängig.

Es gibt bestimmte Branchen wie z.B. Beratung, Banken, Vertrieb, Rechtsanwälte, Banken etc. die ich eher als konservative Berufszweige sehen würde. Hier empfiehlt sich für die Frau eine Bluse mit Blazer und für den Mann ein Hemd mit Sakko – mit oder ohne Krawatte. In Bezug auf Krawatte gilt: je konservativer die Branche und je höher die angestrebte Position, desto eher einer ist eine Krawatte beim Mann zu bevorzugen und ernster und seriöser sollte das Erscheinungsbild wirken.

Sind Sie als Bewerber im Bereich Technik oder der Kreativbranche, so reicht ein Sakko ohne Krawatte für viele der angebotenen Stellen.

GRAFIK BEWERBUNG

Generell fotografiere ich meine Kunden nur max. bis zum Bauch/ obere Bereich der Hüfte. Daher müssen männliche Bewerber nicht unbedingt im Anzug und Frauen nicht unbedingt im Kostüm kommen. Eine normale Hose / Jeans mit lockeren Schuhen reicht in fast allen Fällen aus, um Ihr perfektes Bewerbungsbild zu zaubern.

Zur Farbauswahl ist zu sagen – keine karierten linierten kräftigen Farben. Neutral – eher Blau / weiß oder eine andere dezente Farbe die Ihnen gut gefällt.

4.) Größe und Format des Bewerbungsfotos

Wenn man über die digitale Größe und Format des Bewerbungsfotos Aussagen macht muss man zuerst definieren ob man von einer Einbettung in ein Word – Dokument spricht oder eher von einem versenden als Bilddatei.

Im Zeitalter der Digitalisierung kann man aber davon ausgehen, dass ein Papierbild von ihrem Bewerbungsfoto nicht benötigt wird, außer Sie senden die Bewerbung noch „analog“ mittels einer Bewerbungsmappe.

Ein Bild mit 2000 Pixeln reicht meist in der Praxis vollkommen aus.

Format des Fotos in der Datei: Wenn man davon ausgeht dass ein für den Druck ausreichend große Bildinformation vorhanden sind wären das 300 dpi (dots per inch). Vereinfacht gesagt heißt dies wiederum, wenn Sie ein Bild mit 15 cm Länge in guter Qualität darstellen wollen benötigt dieses Bild ca. 1200 Bildpunkte an der längeren Seite. (15 cm / 2,54*300 = 1772 Pixel (gerundet 1800) – oder anders bei 300 dpi benötigt man 300/2,54 = 118 Pixel / cm auf dem Ausdruck.

Bewerbungsfoto als Anhang senden

Wenn sie das Bewerbungsfoto als eigen Datei senden empfiehlt sich das .jpeg Dateiformat. Vermutlich werden Sie die Bilder auch in diesem Dateiformat vom Fotografen bekommen. Entweder senden Sie die Datei als Anlage oder laden Sie auf ein Bewerbungsportal hoch. Hier gilt es zu beachten, dass auf einigen Plattformen die Dateigröße beschränkt ist (z.b. 2 MB). Dies ist aber viel mehr als genug wie sich im nächsten Beispiel zeigen wird. Das Bild des oberen Beispiels mit einer Anzahl von 1772 Pixel der langen Kante würde bei der Betrachtung am Monitor eine Größe von umgerechnet 63 cm entsprechen. Der Monitor stellt nämlich nur 72 Bildpunkte pro inch. dar. Das heißt wiederum: 1772/72*2,54 = 62,5 cm oder anders – bei 72 dpi Auflösung am Monitor benötigt man ca. 28 Pixel pro cm. (72 dpi / 2,54 = 28,3 cm). In der Praxis sind also die Bilder im jpeg-Format die Mehr als 1 MB aufweisen meist sowieso schon zu groß. Dies hängt aber zusätzlich auch noch von der Kompressionsstufe des Bilds (Qualitätsfaktor) ab.

5.) Wie füge ich das Bewerbungsfoto ein

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6.) Schmuck und Schminke am Bewerbungsfoto

Schmuck beim Mann

Hier sollten Sie sich wenn möglich auf das „notwendigste“ reduzieren. Ein Ehering stellt natürlich kein Problem dar, bei Ohrringen oder Halsketten würde ich in Abhängigkeit der Branche und Position eher skeptisch sein. Ganz allgemein gilt „weniger ist mehr“.

Schmuck bei der Frau

Im Bereich Schmuck bei Frauen im Bereich der Bewerbungsfotografie ist zu beachten, dass der gewählte Schmuck nicht zu dominierend im Bild erscheint. Wenn ein Schmuck verwendet wird sollte er die Bildaussage dezent unterstreichen und nicht vom Gesicht ablenken. Überdimensionale Halsketten und Ohrringe würden in diesem Fall zu viel des Guten sein. Ein Businessportrait soll auch nicht zur Werbefotografie für Schmuck oder eine Modeaufnahme sein.

7.) Schminken für das Bewerbungsfoto

Wenn Sie sich für das Bewerbungsfoto schminken wollen dann eher so wie Sie es im Berufsalltag auch machen. Beispielweise wie würden Sie sich schminken wenn Sie eine besondere Präsentation oder Geschäftstermin hätten. Auch hier gilt – man ist nicht in der Beauty- und Modefotografie und daher sollte man zu starkes Schminken eher vermeiden.

Make-up am Bewerbungsfoto

Wenn Sie Hautunreinheiten haben, ist gegen die Verwendung eines Make- ups sicher nichts einzuwenden. Verwenden Sie in diesem Fall aber ein mattes Make up / Puder. Bei glänzenden Make up`s bekomme ich als Ihr Bewerbungsfotograf größe Probleme, da man Glanzstellen die dann im Zuge der Aufnahme durch das Blitzen entstehen, schwer bis gar nicht wegbekommt. Darum gilt: Wenn Make up, dann Matt & dezent.

Für die Herren habe ich spezielle Streifen mit denen man sich die Haut abtupfen kann um Glanzstellen zu vermeiden. Das kann natürlich auch von den Damen angewendet werden, wenn keine Make – up Basis vorhanden ist.

Ähnlich sieht es bei Make-Up aus. Ein wenig Make-Up hilft dabei, auf dem Bewerbungsfoto besonders gut auszusehen, ebene Haut zu präsentieren und Sie ins beste Licht zu rücken. Übertreiben sollten Sie es aber nicht. Für Schmuck und Make-Up gilt: Sie können dezent Ihren Look und den Eindruck unterstützen, sollten dabei aber nie aufdringlich wirken.

8.) Kann man ein Ganzkörperfoto auch als Bewerbungsfoto nehmen ?

Man kann sich auch selber die Frage stellen – was wollen Sie mit dem Bild aussagen ? Ein Bewerbungsfoto soll dem fremden Betrachter einen ersten Eindruck der Person geben – hier beschränkt man sich auf das Gesicht und / oder Oberkörper. Das Bild soll ein wenig den Charakter des Bewerbers überbringen. Das schafft man eher mit dem Fokus auf das Wesentliche also Gesicht / Oberkörper – weniger mit dem ganzen Körper. Bei Ganzkörperaufnahmen rückt der Fokus des Gesichts doch in den Hintergrund da es nicht dominierend erscheint. Als einzige Ausnahmen seine hier Bilder für das Flugpersonal (Stewardess) sowie in der Modelbranche angeführt. Wobei in der Modelbranche spricht man nicht von Bewerbungsfotos . Das wird dann als Sedcard bezeichnet. Ein weiterer Punkt ist dass die meisten Bewerber schon genug damit zu tun haben Gesicht und ggf. Oberkörper und Hände gekonnt in Szene zu setzen. Wird der Bildausschnitt auf den ganzen Körper erweitert wird das ganze noch schwieriger.

9.) Bewerbungsbilder zuschneiden und komprimieren

In den meisten Fällen bekommen Sie bereits ein perfekt zugeschnittenes Bild von Ihrem Profifotografen. Wenn Sie jedoch noch den Ausschnitt oder die Dateigröße des Bildes nachträglich ändern wollen ist das sehr eicht möglich. Entweder Sie haben ein geeignetes Bildbearbeitungsprogramm. Falls dies nicht der Fall ist, empfehle ich das Onlinetool iloveimg.

Eine Anleitung wie Sie ihr Bewerbungsbild Skalieren oder die Größe Ändern finden Sie unter folgendem Video

https://www.youtube.com/watch?v=iRHeGZosUC0&feature=emb_logo

10.) Wieviel Zeit soll ich mir für das Bewerbungsfoto einplanen ?

Generell gilt, man soll natürlich einen Tag wählen an dem man ausgeschlafen ist und sich fit fühlt. Steht einem die lange Nacht des Vortags noch ins Gesicht geschrieben dann wird auch das Bewerbungsbild entsprechend aussehen.

Man soll sich für das Bewerbungsshooting beim Fotografen ca. 30 Minuten oder mehr Zeit nehmen. Das hängt natürlich davon ab, ob man einen oder mehrere Hintergründe und Lichtsettings wählt. Weiters spielt hier eine Rolle, wie oft man die Kleidung wechselt.

Ich als Bewerbungsfotograf Linz nehme mir mindestens 30 min. Zeit. Viele Kunden fühlen sich ja vor der Kamera nicht wohl – das heißt, man benötigt anfangs einmal ein paar Minuten bis man etwas lockerer wird und das Poing entsprechend sitzt. Entsprechende Bewerbungsbilder können in einer 5 min. Aktion sicher nicht entstehen, daher empfehle ich mind. 30 min. für das Bewerbungsshooting.

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